Wie erzähle ich über meinen Glauben?

Über Glaube spricht man nicht, ist eine gängige Antwort, die ich immer wieder gehört habe, wenn es in Gesprächen in Richtung Glaube ging. Ich kann über mein Umfeld eher sagen, ob sie Fleisch essen, als was sie glauben. Das liegt jedoch auch daran, dass es verdammt schwer ist mit jemand anderem über den eigenen Glauben zu sprechen, ohne vorgefertigte Phrasen zu nutzen. In diesem Artikel gebe ich Dir zwei Tipps, wie Du jemand anderen von dem erzählen kannst, was Dir wichtig ist, sodass er es versteht.

1. Sag es mit einem Song

Welcher Song läuft bei Dir momentan auf Dauerschleife? Hat Dich Dein Leben lang schon begleitet oder steht für Dich in einer besonderen Beziehung zu einem Ereignis? Nimm Dir Zeit und Dein Handy zur Hand. Hör Dich durch die Songs der letzten Wochen und Jahre. Schau Dir die Liedtexte an und versuch ein Lied zu finden, der für Dich am besten Deinen Blick auf die Welt und drüber hinaus erklärt.

Wenn Dich das nächste Mal jemand nach dem fragt, was Dir wichtig ist, kannst Du ihn fragen, ob er oder sie diesen Song kennt. Vielleicht hat Dein Gegenüber auch einen Herzensong, der ihn/sie berührt. Tauscht Euch aus. Du wirst sehen, dass daraus sehr persönliche und tiefe Gespräche über Gott und die Welt entstehen können.

2. Finde eigene Worte

Das Problem beim Finden eigener Worte für den Glauben ist, dass bereits so viele Worte und Phrasen dafür vorliegen. Es scheint dann oft einfacher diese zu übernehmen, obwohl sie nicht ganz das beschreiben, was man fühlt, statt nach eigenen Worten zu Ringen.

Es gibt eine kleine Methode, wie Du lernen kannst, neue Worte zu finden. Nimm Dir ein Blatt Papier und schreib “Glauben” in die Mitte. Nun schreib drumherum alle Wörter auf, die Dir zu Glauben einfallen. Alle Nomen, Verben und Adjektive.

Wenn Dir nichts mehr einfällt, stell Dir am Handy eine Stoppuhr auf 30 Minuten. Nimm Dir ein leeres Blatt Papier und schreib einen Text oder Geschichte über Deinen Glauben ohne eines der Wörter, die Du aufgeschrieben hast zu benutzen.

Es ist ganz normal, dass Dein Kopf das erst einmal abblockt. Gib Dir ein paar Sekunden und Du wirst sehen, dass Du ganz neue Worte für das findest, was Dir wichtig ist. Wer weiß: Vielleicht ist der Text ja so gut und Du kannst ihn jemandem vorlesen. Auf jeden Fall hast Du am Ende der 30 Minuten neue Worte für Deinen Glauben gefunden.

Was hilft Dir?

Das sind zwei Tipps, die mir helfen Worte für meinen Glauben zu finden. Hast Du auch Methoden, die Dir dabei helfen? Schreib Sie gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf Deine Gedanken.

Schreibe einen Kommentar