Wieso Sinnsuche?

Ja, Sinnsucher+ bietet Glaubenskurse an. Trotzdem nennen wir uns Sinnsucher+. Immer wieder kommt die Frage auf, ob dieser Name passend ist. Deswegen gibt es an dieser Stelle einen kleinen Überblick über die Begriffe Spiritualität, Glauben, Religion, Kirche und Konfessionen.

Vom Suchen hin zu Regeln

Um zu verstehen, warum wir uns Sinnsucher nennen, gilt es einen Blick auf die Begriffe zu werfen. Ich nutze mit meinem Netzwerk ruach.jetzt die von mir erarbeitete Definition: Spiritualität ist eine Haltung, die Glaube als Beziehung zum Transzendenten ermöglicht, die in Religion sprachfähig wird und sich in Kirche und Konfessionen selbst normiert.

Das ist jetzt wohl etwas komprimiert, deswegen versuche ich mich mal daran es etwas aufzuschlüsseln. Spiritualität meint eine Haltung in die Welt zu schauen, die es mir ermöglicht, mehr als das Empirisch-Faktische zu erkennen, also dass ein Tee mehr ist als Krümel im Fliespapier, Freundschaft mehr als Geben und Nehmen und Liebe mehr als Hormonreaktionen. Das alles braucht eine Einstellung, die über die empirisch-faktische Wirklichkeit hinaus etwas sieht. Das Bewusstsein, dass es mehr gibt in dieser Welt, nenne ich Transzendenzbewusstsein, vom lateinischen transcendentia – übersteigen. Ich habe dieses Thema in einem Science Slam mal behandelt. Dabei wird das noch mal etwas deutlicher.

Wenn ich mit einem solchen Transzendenzbewusstsein in die Welt gucke, kann es sein, dass ich für mich etwas Transzendentes entdecke. Das Transzendente ist etwas, was über der empirisch-faktischen Wirklichkeit existiert: Also meistens das, was wir als Gott bezeichnen. Diese Beziehung zwischen Gott und mir ist der Glaube. Meine Antwort auf das Rufen Gottes nach mir.

Bis dahin ist der Prozess noch komplett persönlich. Wenn ich jemanden anderen aber von meiner Beziehung zu Gott erzählen möchte, dann muss ich dafür eine Sprache finden, die andere Menschen verstehen. Die einfachste Variante ist, dass gemeinschaftliche Eigenschaften aufgegriffen und beschrieben werden. Das ist das, was Religionen machen. Sie sammeln die Glaubenserfahrungen von Menschen über Jahrhunderte und versuchen eine gemeinschaftliche Beschreibung zu finden.

Innerhalb von Religionen gibt es dann immer wieder Gruppen, die bestimmte Dinge für wichtig erachten, und sich Selbstverpflichtungen in Form von Regeln aufgeben. Das sind die Kirchen, beziehungsweise Konfessionen.

Und warum jetzt Sinnsuche?

Ein Glaubenskurs unterstützt Menschen bei der Findung ihres Glaubens. Entgegen gängiger Glaubenskurse haben wir uns dagegen entschieden, bei der Reflexion der Regeln der Kirchen bzw. Konfessionen anzusetzen. Sinnsucher bietet vor allem Möglichkeiten, den größeren Sinn im eigenen Leben zu suchen. Deswegen haben wir uns auch den Namen Sinnsucher gegeben.

Wir möchten spielerisch mit Dir auf die Welt schauen und Dich in Dein Leben blicken lassen. Kein Dogma oder Vorschrift steht im Mittelpunkt unserer Kurse, sondern die Unterstützung bei Deiner Suche. Deswegen haben wir auch keine vorgefertigten Antworten für Dich, sondern Spiele, Rätsel, Texte, Bilder und allerlei Inspirierendes. Es geht uns um die Unterstützung Deiner Spiritualität, damit Du eine Beziehung zu Gott aufbauen kannst.

Sinnsuche ist keine Pauschalreise mit fest gebuchten Ende, sondern ein kleines Abenteuer, das für jeden anders verläuft.

#Glaubensfragen

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