Was ist die Antwort auf Tod?

Ich weiß es nicht. Zumindest kann ich keine befriedigende Antwort auf diese Frage geben. Als vor einigen Jahren meine Oma gestorben ist, habe folgende Gedanken aufgeschrieben. Für mich steckt darin meine Osterhoffnung: Meine Helden sterben nie.

Meine Helden sterben nie

Ein kleiner Satz, von meiner Schwester an mich gesendet, leuchtet auf dem Handydisplay: „Oma ist eingeschlafen“. Klar, irgendwann musste es passieren und überraschend war es jetzt auch nicht. Und auch als ich Carinas Artikel damals las, Irgendwann 2017, dachte ich mir: Natürlich! Irgendwann wird mal irgendjemand in 2017 sterben müssen. So ist das Leben. Irgendjemand! Aber nicht meine Oma, meine Heldin.

Denn Helden sterben nicht.

Sie verlieren mal. Haben oft ausweglose Situationen, aber sterben? Nicht meine Helden!

Plötzlich schießt alles durch den Kopf. All das was unvergessen bleibt: Zum Beispiel ihr Mohnkuchen, der (ich übertreibe nicht) beste Kuchen der Welt. So gut, dass er jedes Fest meines Lebens (und das meiner Geschwister) begleitet hat.

Meine Oma hat SWR 4 erst zu einem Omasender gemacht. Hat mich gelehrt welche Vorteile es hat, alles zu sammeln; man weiß ja nie wann man es mal braucht. Mit meiner Oma waren lange Autofahrten immer ein Event (durchfahren gab es nicht! Eine Rast mit mitgebrachter Brotzeit musste schon sein).

All das bleibt. All das und die Gewissheit: Meine Helden sterben nie!